Erkältung - vorbeugen wirkt

Es gibt einige Tipps, wie Sie einer Erkältung vorbeugen können.

- Halten Sie Abstand zu einem Erkälteten.
- Vermeiden Sie Kälte und Feuchtigkeit.
- Achten Sie auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung.
- Gründliche Handhygiene ist wichtig.
- Maßnahmen wie regelmäßige Saunabesuche oder Kneipp-Kuren stärken die Abwehrkräfte.

Weitere Tipps:

Menschenmassen meiden
Erkältungs-Viren verbreiten sich über die Luft. Damit ergeben sich eine ganze Reihe von Erkältungsfallen. In Bus und Bahn niesen und husten die Fahrgäste im Chor, sie stoßen Wolken kleiner Tropfen aus, in denen die Erkältungsviren sitzen - die Gelegenheit für die Krankheitserreger, sich in kurzer Zeit auf viele Menschen zu verteilen. Und je mehr Menschen dicht gedrängt in Bus oder Bahn, im vollen Wartezimmer oder Büro sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch Sie von einem verschnupften Sitznachbarn angeniest werden.

Küssen? Ja! Anfassen? Nein!
Erkältungs-Viren überleben nicht nur in der Luft einige Stunden. Auch auf der Haut oder verschiedenen Gegenständen wie Türgriffen, Telefonhörern und Tastaturen bleiben sie einige Zeit aktiv. Ganz unbewusst fassen Menschen sich an die Nase oder reiben sich die Augen, und schon gelangt das Virus da hin, wo sich die Erkältung entwickelt. Waschen Sie sich daher gerade in der Erkältungszeit mehrfach täglich die Hände. Aufs Küssen brauchen Sie übrigens nicht zu verzichten, dies ist ein schlechter Übertragungsweg.

Kalte Füße
In Matsch und Schnee kühlen die Füße ziemlich schnell aus. Sobald der Körper die eisigen Füße registriert hat, verengt er die Blutgefäße, damit keine weitere Wärme verloren geht. Das bedeutet auch, dass der Nasen-Rachen-Raum schlechter durchblutet und die Immunabwehr vermindert ist. Falls Ihre Füße zu Eiszapfen geworden sind, nehmen Sie ein 15- bis 20-minütiges Fußbad (etwa 40 °C). Das verbessert die Durchblutung.

Luft anfeuchten
Die meiste Zeit verbringen Menschen in geschlossenen und geheizten Räumen. Heizungsluft ist trockene Luft. Das bedeutet auch, dass für die Schleimhäute Dürrezeit herrscht. Dabei ist gerade die feucht-schleimige Haut der Nase ein Schutzschild, an dem Viren abprallen. Trocknet sie aus, haben die Erreger leichtes Spiel. Lüften Sie daher regelmäßig oder legen feuchte Tücher über die Heizkörper. Alternativ können Sie die Nase regelmäßig mit Salzwasser spülen oder ein Salzwasserspray (Meerwasserspray) benutzen. Und nicht vergessen: Ausreichend trinken, etwa zwei Liter pro Tag, damit die Schleimhäute feucht bleiben.

Keine Glimmstängel

Zigaretten vermindern die Reinigungsfunktion der Schleimhäute. Schon nach dem ersten Zug wird die Bewegung der Flimmerhärchen beeinträchtigt, sodass Erreger schlechter nach außen abtransportiert werden können.

Vorsicht beim Sport
Ausdauersport ist sehr gut für das Immunsystem. Doch Vorsicht: Ziehen Sie feuchte Kleidung sofort nach dem Sport aus und trocknen Sie eventuell nass gewordene Haare. Wer durch die nassen Sachen auskühlt, schwächt seine Immunabwehr. Und trainieren Sie nicht zu viel. Übermäßiges Training laugt das Immunsystem aus.

Erkältet - was hilft?

Wenn die typischen Erkältungs-Symptome auftreten und der grippale Infekt nach ein bis zwei Wochen wieder abklingt, ist ein Arztbesuch nicht unbedingt notwendig. Körperliche Schonung, ausreichend Flüssigkeitszuführ (heißen Tee) und gegebenenfalls Inhalation reichen in leichten Fällen bereits aus, um die Beschwerden zu lindern. Auch Hausmittel wie Wickel oder selbstgemachter Hustensaft sind bei einer Erkältung empfehlenswert.

Nasentropfen lassen die Nasenschleimhäute abschwellen und erleichtern so das Atmen. Die Tropfen sollten aber nicht länger als zehn Tage angewendet werden. Nasensprays mit einer Salzlösung (zum Beispiel Meerwassersprays) können hingegen langfristig verwendet werden. Auch Dampfinhalationen mit in Wasser gelöstem Kochsalz bringen die Nasenschleimhäute zum Abschwellen und sorgen für ein leichteres Atmen.